Das Haus K liegt in einem Dorf nördlich von Braunschweig. Der 1863 erbaute Dreiseithof stand jahrelang leer und sein Erhält war fraglich. Zwar hatte er eine gute Bausubstanz, aber im Inneren wurden viele Teile unsachgemäß saniert.

Im Rahmen der Sanierung wurde das gesamte Gebäude kernsaniert. Es wurde eine neue Gründung eingebaut, schadhafte Konstruktionen, wie eine Syropor-Innendämmung mit Gips wieder ausgebaut und das gesamte Dachgeschoss neu errichtet und ausgebaut.

Es kamen meist ökologische Materialien, besonders Lehm, zum Einsatz. Die Dämmung wurde mit Holzfaser-Platten und -Matten ausgeführt. Die Heizung erfolgt über eine Wärmepumpe, sowie eine Fußbodenheizung im Erdgeschoss und Heizkörper in den Ober- und Dachgeschossen. Das Gebäude erreicht einen energetischen Standard von A und braucht lediglich ~30Kwh/m²a. Damit gehört es zu den energetisch besten Wohngebäuden.

Das Dachgeschoss wurde neu errichtet und dem Haus seine ursprüngliche Form wiederzugeben. Er wurde komplett vorgefertigt und innerhalb nur einer Woche wurde der alte Dachstuhl komplett ausgetauscht. Dadurch ergab sich die Möglichkeit für einen modernen Ausbau. Der neue Wohnraum besticht durch einen mehrgeschossigen Raum, mit mehreren Ebenen, die teilweise frei von der Decke hängen und das Licht fließen lassen.


Für das Haus wurden ein Licht- und ein Farbkonzept entwickelt und umgesetzt. Die Farben sind häufig bunte Lehmputze die mit Pigmenten durchgefärbt wurden. So entstehen warme und kräftige Farben. Das Lichtkonzept inszeniert die Räume durch viel indirekte Beleuchtung und verschiedene Lichtstimmungen.


Das Gebäude war am Tag der Architektur zu besichtigen und hat mehrere Hundert Besucherinnen empfangen dürfen.
Architekt: Leo Pröttel
Statik: Helmut Völker
Energie: Wulf Groth
Lichtplanung: Askom Smart Solution






